Mitteilungen des Bürgermeisters:

aus den "Teupitzer Nachrichten" 2/2020

 

Liebe Schweriner,

 

eine schwierige Zeit mit vielen wesentlichen Einschränkungen, die nun schrittweise wieder aufgehoben werden, liegt hinter uns. Mit viel Disziplin ist diese Situation von uns allen recht gut gemeistert worden. Man kann über die Maßnahmen unterschiedlicher Meinung sein und sachlich darüber diskutieren, letztendlich bleibt aber, dass die Corona-Krise in Deutschland äußerst glimpflich abgelaufen ist. Es bleibt zu hoffen, dass uns keine zweite und schwerere Welle trifft, bis erfolgversprechende Medikamente und entsprechender Impfstoff gefunden wurden. Neben den persönlichen, beruflichen, finanziellen und wirtschaftlichen Einschränkungen, die unser Leben wesentlich beeinträchtigt haben, sind natürlich auch alle zwischenmenschlichen Kontakte auf ein Minimum reduziert worden. Schwerin hat in dieser Phase auf Initiative von Herrn Franke die digitale Nachbarschaftsform „nebenan.de“ eröffnet. Hier gibt es zur Zeit 51 eingetragene Mitglieder und wir hoffen, dass sich immer mehr Bürger von Schwerin daran beteiligen. Man kann in diesem Rahmen nachbarschaftliche Hilfe erbitten oder anbieten, gemeinsame Aktivitäten organisieren, Tausch- oder Verschenkungsaktionen initiieren und vieles mehr. Es wäre schön, wenn auf dieser Basis das Zusammenleben in Schwerin gefördert und ausgebaut wird. Mit dem Schweriner Se nioren- und Dorfgemeinschaftsverein haben wir ja neben Anglern und Schützen bereits tolle Grundlagen. Die Initiativen der einzelnen Institutionen wurden natürlich durch die Corona-Pandemie fast auf einen Nullpunkt heruntergefahren. Fahrten und Feiern mussten gestrichen werden und auch unser diesjähriges Dorffest ist dieser Situation zum Opfer gefallen. Die intensiven Vorbereitungen waren umsonst und die geschlossenen Verträge mussten wieder gelöst werden. Alles verkraftbar, aber, dass wir nicht gemeinsam feiern können, stört und schmerzt ganz viele Einwohner und Gäste, die uns das tagtäglich nahe bringen. Wir versprechen, im kommenden Jahr unser Bestes zu geben, um wieder ein tolles Gemeinschaftsfest auf die Beine zu stellen. Dabei rechnen wir wieder mit materieller und physischer Unterstützung, die uns immer intensiv zuteil wurde. Trotz aller Widrigkeiten hat die Gemeindevertretung in gebotener Form ihre Arbeit in den letzten Monaten fortgesetzt. In einer der letzten Sitzungen wurde der Haushalt diskutiert und verabschiedet. Kein leichtes Unterfangen, denn das Geld wird immer knapper. Immens gestiegene Umlagekosten unter anderem an das Amt und den Landkreis sowie Ausgaben für Pflichtaufgaben, wie Strom-, Unterhaltungs-, Personalkosten usw. der Gemeinde, die in den letzten Jahren ständig gestiegen sind und weiter steigen, führen dazu, dass wir nur noch mit den Zuschüssen aus den letzten Rücklagen der Gemeinde, den Haushalt ausgleichen konnten. In den kommenden Jahren wird das nicht mehr möglich sein. Die vorgesehenen Investitionen, wie den Ausbau des Lindenweges, die Baumaßnahmen auf dem alten Friedhof in der Seestraße und ein paar kleinere Projekte werden wir aber auf jeden Fall realisieren. Durch die Corona-Krise und die damit verbundenen Einschränkungen und Verzögerungen, konnten wir neben anderen Problemen leider noch nicht die notwendigen Ausschreibungen tätigen. Wie bereits mehrfach erwähnt, werden wir, sobald die entsprechenden Vorarbeiten erledigt sind, eine Anwohnerversammlung für den Lindenweg organisieren, um Fragen zu beantworten und über die vorgesehenen Arbeiten zu informieren. Die Gemeindevertretung hat nach langen Diskussionen einen Grundsatzbeschluss gefasst, dass, wenn die zu erarbeitenden vertraglichen Bedingungen und Voraussetzungen stimmen, die Trägerschaft der Kita an das Amt übertragen werden soll. Die einzelnen Kommunen sind nicht mehr in der Lage, alle Kosten selbst zu tragen und die entsprechenden Neubauten für die dringend benötigten Betreuungsplätze zu realisieren. Wir haben uns sehr schwer getan und warten nun auf den Vertragsentwurf des Amtes, um zu prüfen und zu diskutieren, ob wir diesem Schritt endgültig zustimmen. Dank der unkomplizierten Herangehensweise des Amtes ist es inzwischen gelungen, eine Firma zu gewinnen, die den Halber Weg soweit in Stand gesetzt hat, dass man ihn jetzt ohne Probleme befahren kann. Wir bemühen uns, falls wir dazu doch noch finanziell in der Lage sind, hier genauso wie in den anderen inzwischen instandgesetzten Straßen, diesen grundhaft vorbereiteten Weg mit einer Asphaltdecke zu versehen. Dies wird, wie in allen anderen Fällen keinen Neubau, sondern nur eine Instandhaltungsmaßnahme darstellen, die dauerhaft zu einer Verbesserung beiträgt und keine direkten Anliegerkosten verursacht. Hoffen wir, dass es uns gelingt, die entsprechenden Mittel bereitzustellen.

Zum Schluss nochmals die Bitte und der dringende Appell an alle unsere Hundebesitzer. Bitte lassen Sie Ihre Tiere im Ort nicht frei laufen und führen Sie die entsprechenden Utensilien für die Entsorgung mit, wenn Ihr Hund seine Notdurft verrichtet hat. Nicht nur unser Gemeindearbeiter, der versucht, unsere öffentlichen Flächen in Ordnung zu halten, kämpft ständig mit dem Hundekot. Ganz besonders problematisch ist es auch vor unserer Kita, dem Badestrand und auf dem Festwiesengelände, aber auch die laufenden Beschwerden von vielen Grundstücksbesitzern veranlassen uns im Interesse eines guten Miteinanders, diesen Aufruf noch einmal zu starten. Um Streit und ordnungsbehördliche Maßnahmen zu verhindern, appellieren wir an die Vernunft eines jeden Hundebesitzers.

Der Sommer hat sich bereits mit den ersten schweren Wärmegewittern angekündigt und wir spüren damit auch die eintretenden Klimaveränderungen, aber trotzdem wünsche ich allen Einwohnern und Gästen von Schwerin einen sonnenreichen Sommer. Vor allen Dingen bleiben Sie gesund!

 

Herzlichst, Ihr Bürgermeister

Heinz Gode